Was gibt Dir WingTsun?

WingTsun ist persönliche Weiterentwicklung!
WingTsun macht Spaß und gibt eine neue Art von Kraft – mental und körperlich!

WingTsun kann jeder lernen, weil es sich um natürliche Bewegungen handelt. Man braucht keine Vorkenntnisse oder akrobatisches Talent. WingTsun vermittelt Dir ein neues Körpergefühl, das es Dir ermöglicht, Dich Deiner selbst und Deiner natürlichen Stärken bewusst zu werden. Der Trick: Je stärker der Gegner ist, desto stärker wirst Du!

Die WingTsun Prinzipien

Unsere Kampfkunst ist auf Prinzipien aufgebaut (WingTsun-Prinzipien), die uns in gefährlichen Situationen schnellstmöglich reagieren lassen. Kampfkunst ist die Kunst des Kämpfens, also mehr, als nur aneinandergereihte Techniken. Eine gute Kampfkunst engt in der Anwendung nicht ein – sie lässt dem Körper völlige Bewegungsfreiheit. Hier die Prinzipien auf einen Blick:

Ist der Weg frei, stoß vor!

Mit diesem Prinzip kann der Angegriffene das Kampfgeschehen von Anfang an „in der Hand behalten“: auf feindseliges Überschreiten der eigenen Grenzen reagiert der WT-Kampfkünstler mit dieser sogenannten Universallösung. Dabei spielt die Art und Weise des gegnerischen Angriffs keine grundsätzliche Rolle.

Wenn der Weg nicht frei ist, bleib kleben!

Falls der Angreifer das Vorstoßen der Verteidigung behindern kann, bleibt der WT-Kampfkünstler einfach dran. Der WT-Kampfkünstler bleibt an der gegnerischen Abwehr „kleben“, spürt was geschieht und hat so die Kontrolle.

Wenn die Kraft des Gegners größer ist, gib nach!

Ist die Kraft des Angreifers zu groß, hilft gezieltes Nachgeben, Aus-dem-Weg-Gehen, die Angriffsenergie ins Leere laufen zu lassen. Das Ziel ist – WEG! Antrainierte Reflexe lassen diesen Vorgang automatisch geschehen, lassen den WT-Kampfkünstler automatisch richtig reagieren.

Zieht sich der Gegner zurück, folge!

Aufgrund des ständigen Vorwärtsdruckes dringt der WT-Kampfkünstler sofort und automatisch wie Wasser in jede sich ergebende Lücke. Zieht sich der Angreifer zurück, bleibt der WT-Kampfkünstler dran und nutzt so seinen Vorteil.

Kraftsätze im WingTsun

Jeder Mensch hat Kraft – mehr oder weniger. Diese Kraft ist nicht von Nachteil, muss aber in die richtige Richtung gelenkt werden. Die vier WingTsun Kraftsätze:

Mach Dich frei von Deiner eigenen Kraft!

Der WT-Kampfkünstler lernt, Muskulatur gezielt anzuspannen und vor allem zu entspannen. Denn nur entspannte Muskulatur ist fähig, schnell und kraftvoll zu reagieren!

Mach Dich frei von der Kraft Deines Gegners!

Der WT-Kampfkünstler lässt die Kraft des Gegners ins Leere laufen (siehe 3.Prinzip im WT)

Verwende die Kraft des Gegners gegen ihn selbst!

Die Kraft des Angreifers ist Kraft, die der WT-Kampfkünstler für sich nutzen kann! Der WT-Kampfkünstler verwendet diese nach dem Federprinzip: Je mehr die Feder zusammengedrückt wird, desto stärker schnellt sie wieder hoch!

Füge zur gegnerischen Kraft Deine eigene hinzu!

Jetzt kann der WT-Kampfkünstler zudem noch seine eigene Kraft im Gegenangriff hinzufügen.

Die Formen im WingTsun

Es existieren insgesamt sechs Formen im WingTsun. Die Formen in den chinesischen Künsten sind allerdings nur schwer vergleichbar mit den „Katas“ der japanischen Kampfkünste. Der Unterschied besteht u.a. darin, dass die Formen keinen Kampf gegen imaginäre Gegner darstellen, sondern dass man hier einzelne Positionen und Techniken übt. Somit spricht man von „internen Formen“ im WingTsun, während Katas als „externe Formen“ angesehen werden. Obwohl sie nicht sehr spektakulär aussehen, sind sie unerlässlich für das richtige Erlernen des WingTsun-Systems. Somit erhalten sie einen großen Stellenwert innerhalb des WT-Systems. Im Folgenden sind die sechs Formen detailliert beschrieben:

Siu-Nim-Tau oder „Die kleine-Idee“

Der Name Siu-Nim-Tao hat große Bedeutung für jeden, der WT erlernen möchte. Mit der SNT beginnt das Studium des WingTsun und schon dem Anfänger wird erklärt: „Wenn die Siu-Nim-Tao falsch ist, wird der/die KungFu-Schüler/-in in der Kampfkunst versagen.“ Diese Form wird noch ohne Schritttechniken im Vorkampfstand namens IRAS geübt, wobei dem Unterkörper ein oftmals nicht beachteter Zweck zukommt. Diese Form beinhaltet die fundamentalen Kampf-Techniken des WingTsun-Systems. Der Name, „Die kleine Idee“, soll dem Anfänger verdeutlichen, dass er eine erste Idee über diese Kampfkunst bekommt und die nötige Einstellung zum Erlernen der Grundtechniken. Obwohl die SNT die erste Form darstellt, bedeutet dies nicht, dass sie nur für Anfänger ist.

Chum-Kiu oder „Brückenform“

Chum-Kiu bedeutet, die Arme des Gegners zu suchen. Damit wird eine Brücke zum Gegner geschlagen, über die der Angriff zu ihm getragen wird. Diese Form ist die Übungsfolge für den schon Fortgeschrittenen, der bereits die 1.Form, Siu-Nim-Tao, erlernt hat. In der 2.Form lernt man jetzt, sich gegen die Angriffe des Gegners zu verteidigen, indem man eine Brücke über seine Arme geschlagen hat und so den Kontakt zum Gegner hergestellt. Die Techniken der Chum-Kiu-Form sind in jedem Falle ausreichend, um sich gegen schwerste Angriffe (Schläge,Tritte, Halten, Hebeln, Werfen, Würgen) erfolgreich zu wehren und den Angreifer unschädlich zu machen. In dieser Form werden bereits Schritte, Tritte und Wendungen mit gleichzeitigen Armbewegungen praktiziert.

Die Biu-Tze oder „Stoßende Finger“

Die Biu-Tze ist die dritte und fortgeschrittenste (waffen- und gerätelose) Form im WT. In WT-Kreisen sagt man: „Die Biu-Tze verlässt niemals das Haus“. Damit meint man, diese Form erlernt nur der, der sich seinem Si-Fu gegenüber als vertrauenswürdig und fleißig erwiesen hat. Während die erste Form die Grund- und die zweite Form die Verteidigungstechniken liefert, handelt es sich bei der dritten Form um aggressive und gefährliche Angriffstechniken. Die Techniken der 3. Form sind hauptsächlich raffinierte Angriffe mit Fingern, Ellbogen, Handkanten und Fäusten sowie Taktiken gegen besondere Angriffe und eine ausgeklügelte Fußarbeit. Weiterhin wird durch das ständige Üben der Biu-Tze eine neue Art der Kraft ( peitschende, schneidende Kraft ) erlernt, welche der Kraft aus den vorhergehenden Formen überlegen ist. Die Biu-Tze ist eine sehr elegante und geschmeidige Form, deren Bewegungen manchmal an eine gefährliche Schlange erinnern.

 Die Muk-Yan Chong oder „Holzpuppen-Form“

Die Holzpuppen-Techniken gehören zum höchsten (waffenlosen) Unterrichtsprogramm des WingTsun. Insgesamt gibt es 116 Bewegungen in der Holzpuppenform. Davon sind 16 Tritte, acht für das linke und acht für das rechte Bein. Es gibt spezielle Bewegungen in der Puppenform, die gegen bestimmte Grundbewegungsmuster der anderen Formen entwickelt worden sind. Oft kann mit der Puppenform ein langsamerer und schwächerer Schüler schnellere und stärkere Mitschüler besiegen, die dieses fortgeschrittene Programm noch nicht erlernt haben.

Luk-Dim-Boon-Kwunoder „Langstockform“

Die Geschichte der Langstockform oder „6 1/2 Punkt Form“ geht zurück auf den Mönch Chi Shin. In der weiteren Geschichte soll Leung Yee Tai dieses Wissen gegen das Wissen um die waffenlosen Boxtechniken von Wong Wah Bo getauscht haben. Somit fand der Langstock seinen Weg in das WT. Obwohl sich der Stand und die langen Armpositionen stark von den waffenlosen WingTsun-Techniken unterscheiden, werden dieselben Prinzipien und Konzepte angewendet.

Bart-Cham-Dao oder „Doppelmesserform“

Die Doppelmesser-Technik wird als das höchste (vielleicht sogar als das einzige tatsächliche) Geheimnis im WingTsun behandelt. Ebenso wie beim Langstock nimmt man an, dass unter Großmeister Yip Man nicht mehr als 4 Personen die berühmte Bart-Cham-Dao-Technik vollständig erlernt haben.

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